Graf Bobby
Graf Bobby - 7 - Die Mutter vom Grafen Bobby: Du solltest eigentlich heiraten, Bobby. Bobby: ...
Die Mutter vom Grafen Bobby: „Du solltest eigentlich heiraten, Bobby.“
Bobby: „Schön und gut! Aber wen?“
Mutter: „Na, wie wär's denn mit der Baronesse Stasi?“
Bobby: „Ausgeschlossen! Die ist mir zu fad.“
Mutter: „Oder vielleicht die Komtesse Marika?“
Bobby: „Dieses Bohnenstange? Niemals!“
Mutter: „Ja, wen möchtest Du denn heiraten?“
Bobby: „Am liebsten wäre mir ja der Rudi!“
Mutter: „Aber, Bobby! Das geht doch nicht! Der ist doch evangelisch...“
Graf Bobby - 8 - Graf Bobby hat sich einen neuen Butler zugelegt. Als er am Morgen wie gewohnt...
Graf Bobby hat sich einen neuen Butler zugelegt.
Als er am Morgen wie gewohnt den Speiseraum betritt, um zu frühstücken, stutzt er: Eine Kanne mit heißem, dampfendem Kaffee steht auf dem Tisch, ein Korb mit Brötchen, ein Block Butter, aber sonst - nichts!
„Johann!“, ruft der Graf seinen neuen Butler zu sich. „Johann, kommen sie mal her. Das ist doch kein Frühstück! Wenn ich frühstücke, dann erwarte ich Wurst, Käse, drei Sorten Marmelade, Knäckebrot, Toast, zwei 3-Minuten-Eier, Tee, Milch, Orangensaft, eine Portion Cornflakes und die Tageszeitung. Haben Sie mich verstanden?“
„Jawohl, Herr Graf.“, meint der Butler pikiert. Etwas später wünscht der Graf zu baden und beauftragt Johann, das vorzubereiten. Als Graf Bobby ins Badezimmer kommt, stutzt er wieder: Das Wasser läuft, ein Handtuch liegt auf einem Stuhl neben der Wanne, ein Stück Seife daneben, aber sonst - nichts!
„Johann! Kommen Sie mal her - das ist doch kein Bad. Wenn ich bade, dann hat da zu sein: Badesalz, Haarwaschmittel, Bademantel, Badeschuhe, Waschlappen, drei Handtücher, mein Minzöl und ich habe gern ein Radio neben der Wanne. Haben Sie mich verstanden?“
„Jawohl, Herr Graf!“, meint der arme Johann und zieht sich zurück.
Gegen Abend fühlt sich Graf Bobby nicht wohl und ruft seinen Butler zu sich: „Johann, mir geht es nicht gut, rufen Sie bitte einen Arzt.“ Johann geht aus dem Haus und kommt erst nach zwei Stunden wieder zurück.
„Aber Johann!“, stöhnt Graf Bobby, „wo waren Sie nur so lange! Kommt der Arzt bald?“
„Jawohl, Herr Graf!“, sagt Johann stolz, „der Arzt, der Sanitäter, der Anästhesist, der Chirurg, die Krankenschwester, die Nachtschwester, der Therapeut, der Psychiater, der Leichenbeschauer und der Totengräber wissen Bescheid. Die Kränze sind bestellt, das Grab ist ausgehoben, das Krematorium ist beheizt und der Leichenwagen steht vor der Tür!“
Graf Bobby - 9 - Graf Bobby im November 1918, vor sich eine Schale Ersatzkaffee: Das versteh ich...
Graf Bobby im November 1918, vor sich eine Schale Ersatzkaffee: „Das versteh ich nicht! Na, ich versteh's wirklich nicht!
So eine schöne Armee ham ma g'habt. Husaren, Dragoner, die Prachtrösser! Helm! Federbusch! Pallasch'! Und erst die Fahnen mit den schönen Stickereien. Die Kaiserjäger, die Hoch- und Deutschmeister! Und die Regimentsmusik!
Was für eine Gloria! Da kann man sagen, was man will, das war die schönste Armee der Welt!
Und was haben's g'macht mit dera Armee?
In Krieg haben sie's g'schickt!“
Graf Bobby - 15 - Graf Bobby reitet über den Ring und begegnet Rudi, der zu Fuß unterwegs ist. Rudi: ...
Graf Bobby reitet über den Ring und begegnet Rudi, der zu Fuß unterwegs ist.
Rudi: „Bobby, wo reitest denn hin?“
Bobby. „Ich reit zu meiner Freundin.“
Rudi: „Ja, warum reitest du denn? Es sind doch nur fünf Minuten zu Fuß.“
Bobby: „Weißt, wenn ich zu Fuß hingeh’, und sie gibt mir einen Korb, kann’s sagen, sie hat mich gehen lassen. Und wenn ich mit dem Auto hinfahr, dann kann sie sagen, sie hat mich abfahren lassen. Aber so...“